Andere Anwendungen

Konkurrierende Interessen:  Umweltschutz und Rohstoffgewinnung

Geophysik Eigenpotential auf See Strömungspotential Hydraulik

Geophysik auf dem Wasser: Eigenpotentialmessungen

Geophysik Eigenpotential-Karte Seemessung Isanomalen Strömungspotential

Grundwasserzuflüsse (rot) und Seewasser-Infiltrationen (blau) zeigen sich im geoelektrischen Eigenpotential. Das Ergebnis hilft bei der Abwägung von wirtschaftlichen und Naturschutz-Interessen.

Vielfach hilft die Geophysik, wenn die Bohrung schon steht

Geophysik Geothermie Gravimetrie BohrungGravimetrie: Schwerekarte im Umfeld der Bohrung

Diese Bohrung auf Thermalwasser war bereits 200 m tief ohne nennenswerten Erfolg abgeteuft worden, als von den örtlichen Verantwortlichen ein Wünschelrutengänger hinzugezogen wurde. Nach seiner „Mutung“ stand die Bohrung an der falschen Stelle. Stattdessen empfahl er einen Standort nicht einmal 100 m entfernt, wo in einer Tiefe von 150 m 70°C heißes Wasser zu erwarten sei. Was bei den örtlichen Verantwortlichen gehörigen Wirbel verursachte. Glücklicherweise wurde ein amtliches Institut hinzugezogen, das dem Unfug ein Ende bereitete und – um die Gemüter zu beruhigen – eine Geophysik im Umfeld der existierenden Bohrung und des „gemuteten“ Bohransatzpunktes empfahl. Mitten in der Stadt kam eine engmaschige gravimetrische Untersuchung zur Erkundung der geologischen Strukturen zum Einsatz mit dem klaren Ergebnis, dass eine Verschiebung der Bohrung überhaupt keinen Sinn ergäbe – unabhängig von der Phantasterei eines 70 °C heißen Wassers in 150 m Tiefe.

Sole-Erschließung durch Laugung – für Solebäder fast eine Quadratur des Kreises.

Sole-Erschließung Geophysik Geoelektrik

Laugung bedeutet das Einbringen von Grundwasser aus einem Süßwasserstockwerk in die Tiefe eines dort anstehenden Salzlagers und Förderung der entstandenen Sole über eine Bohrung nach oben. In vielen Anlagen bilden Süßwasserbrunnen und Laugungsbrunnen eine Einheit. Strenge Auflagen verlangen heute aber vielfach, dass Süßwasserentnahme und Laugungsbrunnen einen hinreichenden Abstand (30 – 40 m) haben und eine hydraulische Verbindung zwischen Süßwasserstockwerk und Laugungshorizont nicht gegeben ist. Und das ist das Problem. Um hinreichend Süßwasser aus dem Festgestein zu entnehmen, brauchen wir Klüftung, die meist an tektonische Strukturen geknüpft ist. Tektonische Strukturen aber bedeutet vielfach auch hydraulische Wegsamkeiten. Wir brauchen also auf relativ kleinem Raum Tektonik und Klüftung für Süßwassergewinnung, aber eigentlich sollte sie auch nicht da sein, damit keine hydraulischen Verbindungen zum Laugungshorizont bestehen. Ohne eine Geophysik geht da gar nichts Sinnvolles. Das gezeigte Beispiel von einem Electrical Imaging betrifft eine geophysikalische Vorerkundung, die auf einer 700 m langen Profilstrecke deutliche tektonische Strukturen mit Versätzen im Grenzbereich Muschelkalk – Keuper erkennen lässt. Detailmessungen für eine optimale Platzierung der beiden Bohrungen müssen anschließen.

Kein Erdbeben in Kalifornien sondern ein Hangrutsch in Süddeutschland.

Hangrutsch Knollenmergel Feuerletten Geophysik

Hangrutsch Knollenmergel Feuerletten Geophysik

Am Morgen danach: die Straße im Bereich des Hangrutsches mit Unterspülungen.

Hangrutsch Knollenmergel Feuerletten Geophysik Bodenradar Georadar

Und so sieht es mit der Geophysik (Bodenradar) nach dem Hangrutsch unter der Straße aus.

Archäologie: Mit Ziegelbrocken und der Geophysik begann es.

Geophysik Archäologie Brennofen Ziegelei Geomagnetik

Eine mittelalterliche Ansiedlung von den Bewohnern verlassen, von der Bildfläche verschwunden und später als Neuansiedlung errichtet. Aber wo befand sich die alte Siedlung? Funde von Ziegelbruchstücken auf einem Acker und eine Geophysik mit Magnetfeldmessungen führten zur Ausgrabung einer Ziegelhütte mit zwei Brennöfen und zur Auffinden der mittelalterlichen Wüstung.

nach der Geophysik Ausgrabung Brennofen

Der kleinere der Ziegelei-Brennöfen nach der Ausgrabung.