Archäologie und Geophysik

Archäologie: Mit Ziegelbrocken und der Geophysik begann es.

Geophysik Archäologie Brennofen Ziegelei Geomagnetik

Eine mittelalterliche Ansiedlung von den Bewohnern verlassen, von der Bildfläche verschwunden und später als Neuansiedlung errichtet. Aber wo befand sich die alte Siedlung? Funde von Ziegelbruchstücken auf einem Acker und eine Geophysik mit Magnetfeldmessungen führten zur Ausgrabung einer Ziegelhütte mit zwei Brennöfen und zur Auffinden der mittelalterlichen Wüstung.

nach der Geophysik Ausgrabung BrennofenDer kleinere der Ziegelei-Brennöfen nach der Ausgrabung.

Eine steinzeitliche Siedlung (Bandkeramik) nach Oberflächenbefunden

Archäologie Geophysik Widerstandskartierung Gradientenmethode

Ausschnitt Widerstandskartierung nach der Gradientenmethode – regelmäßige Bodenstrukturen

dichte Vermessung mit EBINGER-Impulselektromagnetik

Archäologie Geophysik Impuls-Elektromagnetik Ebinger UPEX

… und viele metallische Objekte.

Hangrutsche

Kein Erdbeben in Kalifornien sondern ein Hangrutsch in Süddeutschland

Hangrutsch Knollenmergel Feuerletten Geophysik

Hangrutsch Knollenmergel Feuerletten Geophysik

Hangrutsch Knollenmergel Feuerletten Geophysik Bodenradar Georadar

Typisch Rhätsandstein über Feuerletten (Knollenmergel)

Und so sieht es mit der Geophysik (Bodenradar) nach dem Hangrutsch unter der Straße aus.

Sole-Erschließung

Sole-Erschließung durch Laugung – für Solebäder fast eine Quadratur des Kreises.

Sole-Erschließung Geophysik Geoelektrik

Laugung bedeutet das Einbringen von Grundwasser aus einem Süßwasserstockwerk in die Tiefe eines dort anstehenden Salzlagers und Förderung der entstandenen Sole über eine Bohrung nach oben. In vielen Anlagen bilden Süßwasserbrunnen und Laugungsbrunnen eine Einheit. Strenge Auflagen verlangen heute aber vielfach, dass Süßwasserentnahme und Laugungsbrunnen einen hinreichenden Abstand (30 – 40 m) haben und eine hydraulische Verbindung zwischen Süßwasserstockwerk und Laugungshorizont nicht gegeben ist. Und das ist das Problem. Um hinreichend Süßwasser aus dem Festgestein zu entnehmen, brauchen wir Klüftung, die meist an tektonische Strukturen geknüpft ist. Tektonische Strukturen aber bedeutet vielfach auch hydraulische Wegsamkeiten. Wir brauchen also auf relativ kleinem Raum Tektonik und Klüftung für Süßwassergewinnung, aber eigentlich sollte sie auch nicht da sein, damit keine hydraulischen Verbindungen zum Laugungshorizont bestehen. Ohne eine Geophysik geht da gar nichts Sinnvolles. Das gezeigte Beispiel von einem Electrical Imaging betrifft eine geophysikalische Vorerkundung, die auf einer 700 m langen Profilstrecke deutliche tektonische Strukturen mit Versätzen im Grenzbereich Muschelkalk – Keuper erkennen lässt. Detailmessungen für eine optimale Platzierung der beiden Bohrungen müssen anschließen.